Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit

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Im Rahmen ihres Veranstaltungsformats des „Liberalen Weinabends“ trafen sich über 30 Mitglieder und Interessenten des OV City mit dem ehemaligen Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung Markus Löning. Ausgangspunkt einer schnell lebhaften Diskussion war das Thema „Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte als Voraussetzung für erfolgreiches unternehmerisches Handeln“. Löning betonte, dass Europa, aber auch Deutschland einen häufig unterschätzten Einfluss in der Einforderung von Menschenrechten hätten, den es in Zukunft stärker zu nutzen gelte. Als Orientierungsgrundlage müssten dabei unter anderen die entsprechenden UN-Leitlinien fungieren.

Neben staatlichen Akteuren tragen jedoch auch Unternehmen und Verbraucher Verantwortung sich für die Wahrung von Menschenrechten einzusetzen. Es ist im Interesse von Unternehmen sich an veränderte gesellschaftliche Anforderungen anzupassen. Auf diese Art und Weise kann nicht nur staatlicher Regulierung zuvorgekommen, sondern auch auf den mündigen Verbraucher reagiert werden. Die wirtschaftliche Stärke, die durch eine stetige Einhaltung entsprechender Standards erreicht werden kann, lässt sich unter anderen im Vergleich von Polen und der Ukraine feststellen. Starteten beide unter vergleichbaren Bedingungen, so sind die Unterschiede 25 Jahre nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zwischen den Staaten gewaltig.

In seinem Abschlussstatement machte Löning noch einmal deutlich, dass der Einsatz für Menschenrechte nicht etwa ein „esoterisches Hobby“ darstelle, sondern handfeste Auswirkungen habe und Teil der politischen DNA der Freien Demokraten sei. Diese liberale Grundüberzeugung gilt es immer und überall zu verteidigen.

2015-06-01T11:38:19+00:00 26. Mai 2015|Allgemein, OV Charlottenburg-City|