Fast 7 statt 3 Millionen Euro: Rathaus-Umzug bleibt ein Desaster

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Die FDP will die Kostenexplosionen rund um den Leerzug des Rathauses Wilmersdorf nicht einfach so hinnehmen. Waren für diesen ursprünglich um die 3 Millionen Euro veranschlagt worden, belaufen sich die Kosten mittlerweile auf knapp 7 Millionen Euro. Auch unter Berücksichtigung vorgezogener Investitionen in Höhe von circa 1 Million Euro hätten sie sich damit nahezu verdoppelt, beanstanden die Liberalen.

„Die überschwängliche Freude des Bezirksamtes über den voraussichtlich rechtzeitigen Abschluss der Umzugsarbeiten sollte nicht über das stattgefundene Planungsdesaster hinwegtäuschen“, erklärt der kommunalpolitische Sprecher der FDP Charlottenburg-Wilmersdorf, Dennis Grabowski. Diesem Desaster wäre beinahe auch der Bildungsstandort Schmargendorf zum Opfer gefallen. „Die Stadträte von CDU, SPD und Grünen hatten diesen mit Blick auf Musikschule und Hort doch bereits so gut wie abgeschrieben. Nur die beherzten Proteste von Schülern, Eltern, Lehrern und Anwohnern zwangen sie noch zum späten Einlenken“, blickt Grabowski zurück.

Die FDP gibt außerdem zu bedenken, dass neben der Verdopplung der Umzugskosten auch die erhofften Ersparnisse durch die Aufgabe des Rathauses geringer ausfallen werden. Damit wird es deutlich länger dauern, bis sich das Vorhaben für Charlottenburg-Wilmersdorf rechnet. Dabei steht es um die Finanzen des Bezirks schon heute schlecht. Zwischenzeitlich musste eine Haushaltssperre verhängt werden. „Was der BER für Berlin ist, ist der Rathaus-Umzug für Charlottenburg-Wilmersdorf“, stellt Grabowski mit Blick auf die enormen Kostensteigerungen und das Planungsdesaster fest.

2015-06-07T18:32:39+00:00 24. November 2014|Kommunalpolitik, OV Wilmersdorf, Pressemitteilungen|