Die Spürnase – Portrait über Knut Henne

//Die Spürnase – Portrait über Knut Henne

Im Magazin „DER STEUERZAHLER“ (Ausgabe 07+08|15) des „Bundes der Steuerzahler“ wurde unser Mitglied Knut Henne porträtiert (Autor Alexander Kraus). Den Artikel können wir Ihnen mit freundlicher Genehmigung des Magazins hier zum Nachlesen anbieten.

„Die Spürnase.

Zum Gespräch über den Pannenflughafen BER ist Knut Henne (77) in ein Café am Kurfürstendamm gekommen. Der Mann hat geradezu Kerosin im Blut. Das ist auch kein Wunder, denn der studierte Diplom-Wirtschaftsingenieur hat sein Wissen nicht aus der Zeitung. Von 1986 bis 1993 war Knut Henne Geschäftsführer der Berliner Flughäfen Tegel und Tempelhof, ab 1991 zusätzlich auch von Schönefeld – und weiß Anekdoten zu berichten. „1988 wollten wir in Tegel mit einem Shop-System die Non-Aviation-Erträge auf ein übliches Niveau bringen. Der Architekt hat damals bei der Politik Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um das zu verhindern. Wir haben uns aber durchgesetzt.“ Davor war Henne zunächst als Direktionsassistent, dann als Abteilungsleiter und zuletzt als Geschäftsführer einer Tochtergesellschaft beim Flughafen Hannover Langenhagen tätig. Studiert hat Knut Henne an der Technischen Universität Berlin, wo er im Anschluss zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Flugführung und Luftverkehr arbeitete. Seit 1994 war er auch als freier Berater für Verkehrswesen tätig. Zum Bund der Steuerzahler Berlin kam Henne bereits 1982 über seine Tätigkeit als Mitglied des Kreistags Celle.

Mit diesem Hintergrund verfolgt Knut Henne auch die BER-Kritik des BdSt mit besonderer Aufmerksamkeit. Als Vorsitzender des Landesfachausschusses für Regionalentwicklung und Verkehr bei der Berliner FDP beschäftigt er sich nämlich auch politisch mit Termin- und Kostenüberschreitungen bei öffentlichen Bauprojekten: „Man hätte für BER im Pflichtenheft für die Planer ein modulares System vorsehen sollen: Module in einer Stahlkonstruktion mit einfacher Technik, mit geringem Aufwand nachrüstbar und an die sich ständig ändernden Abfertigungsvorgänge anpassbar – und mit kurzen und übersichtlichen Wegen für die Fluggäste“, sagt Henne.

Zum Schluss gesteht Knut Henne, dass sein Herz damals für den Flughafen Tempelhof schlug, den er den 10-Minuten-Flughafen nennt: „10 Minuten nach der Landung zur Kofferausgabe, 10 Minuten für die Abfertigung, 10 Minuten für die Fahrt in die City. Trotz des Alters übertraf die ‚Mutter der Flughäfen‘ in der Funktionalität noch viele Flughäfen jüngeren Datums.“

2015-07-23T18:53:55+00:00 23. Juli 2015|Allgemein|