Bisher 3.000 Notfälle in den Bürgerämtern

/, Pressemitteilungen/Bisher 3.000 Notfälle in den Bürgerämtern

Die Bürgerämter in Charlottenburg-Wilmersdorf haben seit der Einstellung des Spontankunden-Services am 01. August bereits mehr als 3.000 Notfälle bearbeitet. Dies geht aus einer mündlichen Anfrage der FDP hervor, die von der zuständigen Stadträtin Dagmar König (CDU) in der Bezirksverordnetenversammlung beantwortet wurde. Als Notfälle gelten beispielsweise gestohlene Ausweisdokumente. Betroffene Bürger müssen in diesen Fällen nicht auf einen Termin warten.

Gleichzeitig kündigte die Stadträtin an, dass die Bürgerämter in Charlottenburg-Wilmersdorf nicht zur Betreuung von Spontankunden zurückkehren werden. „Bürgerinnen und Bürger, die ohne Termin das Bürgeramt aufsuchen, werden damit dauerhaft unerwünscht sein. Und das obwohl diese so genannten Spontankunden vor der Umstellung auf den Terminbetrieb laut Bezirksamt 81 Prozent an der Gesamtkundschaft ausmachten“, kritisiert Dennis Grabowski, Kommunalpolitischer Sprecher der FDP Charlottenburg-Wilmersdorf.

Die hohe Zahl an Notfällen deutet nach Auffassung der FDP nur an, wie groß das Bedürfnis der Bürger ist, mit der staatlichen Verwaltung spontan und flexibel in Kontakt treten zu können. „Für eine bürgernahe Verwaltung eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Der jetzige Zustand ist daher leider alles andere als bürgerfreundlich und muss dringend wieder geändert werden“, so Grabowski. Die Liberalen sprechen sich für eine zeitnahe Rückkehr zur Betreuung von Spontankunden in den Bürgerämtern aus.

2014-10-20T13:40:15+00:00 20. Oktober 2014|Kommunalpolitik, Pressemitteilungen|